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Noves "Amore mio infinito" als Hörspiel (2005) Noves "Amore mio infinito" als Hörspiel (2005) Der WDR hat eine 53-minütige Hörspielbearbeitung des Aldo Nove-Romans "Amore mio infinito" produziert. Bearbeitung und Regie: Fabian von Freier, Sendetermine: 20.06.2005 (WDR 3) und 12.07.2005 (EinsLive). Covacichs "Poetik des Unabombers" in deutscher Übersetzung (2004) Mauro Covacichs Buch "La poetica dell'unabomber" hatte mich wegen des Titels schon immer interessiert, nur: Ich kam nicht dazu es zu lesen, weil ich es nie in die Hände bekam. Das Schweriner Filmfest 2004 sollte dann dafür sorgen, dass ich mir einen von Covacichs Texten zum Unabomber genauer angesehen habe, und das kam so: Auf dem Filmfest lief u.a. Lutz Dammbecks Film "Das Netz", der sich u.a. mit dem in den USA als Unabomber verurteilten Mathematik-Professor Ted Kaczynski beschäftigt. Um ehrlich zu sein, habe ich nur wegen dieses Films die lange Reise auf mich genommen. Auf meine Frage an Dammbeck, ob er Covacichs "Poetik des Unabombers" kenne, verneinte dieser, und ich beschloss dazu beizutragen, diese Bildungslücke zu schließen. Der gesuchte Text fand sich etwas versteckt auf der Covacich-Homepage, der Autor aus Pordenone genehmigte die Übersetzung, und voilà, hier ist die
(Der Text auf Dammbecks Website zum Film: www.t-h-e-n-e-t.com > Manifesto > Poetica ...)
Ammaniti als Comic-Autor: "Fa un po' male" (2004) Fa per niente male, im Gegenteil, oder doch? Mit der Veröffentlichung des Comic-Bandes "Fa un po' male" (Es tut ein bisschen weh; Bei "Bucatini e pallottole" handelt es sich um eine ziemlich freie Adaption der genialsten Ammaniti-Erzählung, "Fango. Vivere e morire al Prenestino": Nachdem Albertino aus Versehen den besten Drogenkurier seines Bosses liquidiert hat, wird sein Leben recht ungemütlich. Im Comic wird dieser Handlungsstrang mit der Geschichte Angelos überlagert, der seinerseits, ohne es zu wollen, die Braut einer anderen Gangstergruppierung erschossen hat. Natürlich legen sich beide zusätzlich noch mit der albanischen Mafia an, doch am Ende gewinnen die Guten. "Fa un po' male" geht dagegen aus anderer Perspektive gut aus. Es geht um die Geschichte eines Vorstadt-Machos, der am Ende von einem Transvestiten-Mörder erlöst wird; als Erzählung erschien sie bereits in der Zeitschrift 'Micromega'. Die Erzählung "L'ultimo capodanno" (dt. Übersetzung bei Goldmann: "Die letzte Nacht auf den Inseln") sollte bereits 1998 als Comic realisiert werden - von diesem Vorhaben wollte nach dem kompletten Flop der Verfilmung durch Marco Risi zunächst niemand mehr etwas wissen. Gut, dass sich das geändert hat, denn die Leser von "L'ultimo capodanno" werden mit einem äußerst amüsanten Feuerwerk aus unglaublichen, doch sehr glaubwürdigen und normal erscheinenden Verhaltensweisen bombardiert. Durch die Schilderung eines Silvesterabends in zwei Wohngebäuden am Rande Roms werden Geldgier und extreme sexuellen Praktiken, maximale Gewaltbereitschaft, Hooliganismus, extensiver Drogengebrauch und kleinkriminelle Handlungen verflechtet mit einer Umgebung, die sich von ihrem Selbstverständnis her irgendwo zwischen jung-dynamischer, heiler Welt und normalen Familienverhältnissen bewegt, am Ende macht es dann Bumm. Essays zu Ammaniti und Aldo Nove in Sammelband erschienen (2003) Im Januar 2003 ist ein bemerkenswerter Sammelband zur italienischen Erzählliteratur der 80er und 90er Jahre erschienen. Mit 39 Beiträgen ist der Band eine wertvolle Quelle, die Informationen auch zur jüngeren Generation italienischer AutorInnen bietet. Im breit angelegten Spektrum der Beiträge finden sich u.a. Informationen zu den sogenannten Kannibalen, darunter Ammaniti und Aldo Nove. Hier die Titelangaben:
Letzter Aldo Nove-Roman jetzt auch auf deutsch (Rowohlt 2003) Nach den enthusiastischen Reaktionen auf WOOBINDA (1996) und der eher mäßigen Annahme von PUERTO PLATA MARKET wurde der vorerst letzte Roman Noves, AMORE MIO INFINITO (2000), in Italien wieder ein außergewöhnlicher Erfolg. Darum geht's: "Ich heiße Matteo. Ich bin am 12. Juli 1972 geboren. Ich habe, was das Leben angeht, vier Sachen zu sagen." Darauf folgen vier Romankapitel, die nun - seit Februar 2003 - auch auf Deutsch zu lesen sind. Der Roman ist soeben und endlich bei Rowohlt erschienen ( Ammanitis letzter Roman "Io non ho paura" läuft auf der Berlinale 2003 IO NON HO PAURA, Ammanitis letzter Roman, ist von Gabriele Salvatores verfilmt worden. In Italien soll der Film ab März anlaufen; wem das zu weit ist, oder wer nicht warten will, sollte zur Weltpremiere auf der diesjährigen Berlinale fahren (06. - 16. Feb 03). Wie es aussieht, wird IO NON HO PAURA der einzige italienische Film sein, der im Wettbewerb läuft. Das genaue Festivalprogramm gibt es ab 28.01. unter www. berlinale.de. ICH HABE KEINE ANGST, so die Übersetzung des Titels, ist ein ländlicher Horrortrip. Angesiedelt im Sommer des Jahres 1978, sehr heiß war es da. Die Protagonisten: Eine Handvoll Kinder und Erwachsene: einander fremde Wesen. Ort der Handlung: ein verschlafenes Dorf, kaum mehr als eine Straßenkreuzung in Süditalien. Acqua Traverse, ein Ort, von dem niemand weiß, wie er zu seinem Namen kam - Trinkwasser gibt es jedenfalls nur vom vom Tanklastwagen. Ansonsten: hohe Getreidefelder, von denen Salvatores sagt: "Ein Getreidefeld kann einem große Angst einjagen." Wenn Bertelsmann seine Ankündigung einhalten kann, wird die deutsche Übersetzung von Ammanitis Roman nahezu pünktlich zur Berlinale auf dem Markt sein. Übersetzer ist wieder Ulrich Hartmann, dem mit 'Fort von hier' (= Ti prendo e ti porto via) bereits eine sehr gelungene Übertragung der kolloquialen Schreibweise Ammanitis gelungen ist. Bereits vor einigen Jahren sind zwei Erzählungen Ammanitis verfilmt worden: BRANCHIE und L'ULTIMO CAPODANNO - beide nicht allzu erfolgreich. Mit Gabriele Salvatores hat sich nun ein Regisseur gefunden, der es mit Ammaniti aufnehmen könnte; zur Sicherheit hat letzterer am Drehbuch mitgewirkt. Ammaniti hat immer wieder seine Affinität zum Film betont, und mit dem Roman IO NON HO PAURA hat er zuletzt einen mehr als beeindruckenden Stilwechsel hingelegt, der ihm Bewunderung von allen Seiten bescherte. Kurzum: Der Typ hats drauf, ebenso wie Salvatores, und plus plus plus ergibt dann hoffentlich tatsächlich doppelplus. |
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