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Was Kontakte zu Mitstudierenden angeht, habe ich in Rom sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Im Durchschnitt fand ich das Interesse vergleichsweise hoch, und in der spontanen Begegnung fand ich es leicht, Kontakte zu knüpfen. Es lohnt sich m.E. absolut zu versuchen, nicht in den ERASMUS/SOKRATES-Kreisen hängen zu bleiben, auch wenn Freundschaften über den Unialltag hinaus in der kurzen Zeit nicht ganz so leicht entstehen.

Für die Kontakte ist neben der Uni sicher das Zimmer entscheidend. Wenn du mit netten ItalienerInnen zusammenwohnen kannst, die eventuell sogar einige Interessen oder Hobbies mit dir teilen, bekommst du eine Menge vom römischen Leben mit. Sowohl Ausgehtipps, als auch historische, politische oder Alltagsinformationen lassen sich zwar auch erlesen, aber erst im direkten Kontakt merkst du, was wirklich los ist. Auch mit den kulturellen Unterschieden zwischen mir und den ItalienerInnen kam ich besser zurecht, je mehr reale Kontakte ich hatte, ganz abgesehen von den sprachlichen Fortschritten.

Wenn du dich nicht auf dein Dasein als vielleicht gutaussehendes und exotisches Anmachobjekt reduzieren lassen willst, konzentriere dich in der Kontaktaufnahme nicht allzu doll auf die zu Semesterbeginn zuhauf stattfindenden Erasmus-Parties. Dort triffst du vorwiegend andere Erasmus- (bzw. SOKRATES-)leute sowie Gruppen von jungen, italienischen Männern. Das kann auch nett sein, aber es ist ratsam, sich auf die Bestätigung einiger Klischees einzustellen, was die Geschlechterverhältnisse angeht. Einige Alternativen zu ERASMUS-Parties findest du auf den Seiten "ausgehen" sowie "adressen + links".

letzte Aktualisierung: Mai 2002