Die Sestine Al poco giorno e al gran cerchio d'ombra gehört zu den sogenannten Petrosen, einem kleinen Gedichtzyklus Dantes, der sich vor allem durch einen rauen Stil auszeichnet.

Als Basis für den Vergleich der letzten beiden deutschsprachigen Sestinen-Übersetzungen von Hertha Federmann und Hans Mühlestein zeichne ich zunächst die Übersetzungsgeschichte der 'rime petrose' nach.

Im Hauptteil der Arbeit geht es dann um die Frage, wie tauglich die existierenden Übersetzungen für die wissenschaftliche Arbeit sind. Die detaillierte Untersuchung einzelner Gedichtpassagen erfolgt daher weniger unter ästhetischen, sondern vorwiegend unter hermeneutischen Gesichtspunkten.

Obwohl die Übersetzer an vielen Stellen treffende Lösungen gefunden haben, können ihre Übersetzungen als Ganzes nicht mehr als aktuell gelten. An der Entwicklung der Dante-Forschung gemessen, ist eine deutsche Neuübersetzung der 'Rime petrose' überfällig. |
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